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Die
EU setzt den Bau am grossen, geeinten Haus
Europa fort. Es stehen in den nächsten
Jahren
wichtige Aufgaben an. Dazu zählen:
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Die Aufnahme der zehn neuen Mitgliedsländer im Jahr
2004.
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Vertiefung
der Beziehungen zu Russland, Ukraine sowie weiteren europäischen und
aussereuropäischen Staaten.
-
Weiterentwicklung
des Binnenmarktes sowie der Wirtschafts-
und Währungsunion.
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Ausbau
der gemeinsamen Aussen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik, um die
Rolle der EU als globale Akteurin – zum Beispiel in der
Welthandelsorganisation (WTO) oder in der
UNO – zu stärken.
-
Vertiefung
der Zusammenarbeit im Bereich Justiz und Inneres sowie Schaffung eines
Raumes der Freiheit, Sicherheit und des
Rechts.
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Stärkung
der Institutionen, um auch noch mit zwanzig oder dreissig
Mitgliedstaaten effizient und effektiv
funktionieren zu können.
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Förderung
der Bürgernähe und der Demokratie innerhalb der EU, Klärung der
Zuständigkeiten zwischen europäischen, nationalen und regionalen Institutionen.
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Verwaltungsreformen
und Sicherstellung der Finanzierbarkeit durch Redimensionierung der kostspieligen
Agrar- und Regionalpolitik.
Kein
Zweifel – das von der EU angestrebte und jetzt dank des Wandels in
Mittelosteuropa greifbar nahe Ziel des immer engeren Zusammenschlusses
der Völker Europas ist eine grosse Herausforderung. Ob alle
anstehenden Aufgaben gleichzeitig und erfolgreich gelöst werden können,
ist offen. An der nächsten EU-Regierungskonferenz im Jahr 2004 soll
wenigstens ein Teil der Fragen geklärt werden. Dazu
wurde ein Konvent mit breiter Beteiligung einberufen, der am 13. Juni 2003
seinen Verfassungsentwurf vorlegte. Die bisherigen Errungenschaften lassen nicht auf einen blossen Stillstand
schliessen. Wie auch immer die EU diese Mandate meistern wird – Erfolg
und Misserfolg werden sich auf das Verhältnis mit
der Schweiz auswirken.
Die
Schweiz geht derweil weitere kleine Schritte auf die EU zu. Die
bilateralen Verträge werden aller
Voraussicht nach nicht den Schlusspunkt der Annäherung
der Schweiz an die Europäische Union darstellen.
Nach dem negativen Ausgang der Abstimmung vom
März 2001 über die Volksinitiative «Ja
zu Europa», welche von der schweizerischen Regierung die
sofortige Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit
der EU verlangt hatte, ist zwar der Beitritt
der Schweiz zur Europäischen Union vorerst wohl
ausgeschlossen. Auch dass die Schweiz einen
zweiten Anlauf in den Europäischen Wirtschaftsraum unternimmt,
gilt als unwahrscheinlich.
Sehr
viel wahrscheinlicher ist dagegen, dass man auf dem bilateralen Weg
fortschreitet, wie es sich bei den bilateralen Verhandlungen II zur
Zeit zeigt.
Auch
wenn der weitere Abschluss bilateraler sektorieller Abkommen für die
Schweiz vorerst der einzig gangbare
Weg der Annäherung an die EU ist, sind
ihren Schritten Grenzen gesetzt. Zunächst ist dieser
Weg nicht gerade schnell zu bewältigen. Seit dem
EWR-Nein Ende 1992 sind rund zehn Jahre vergangen,
und bis alle Abkommen aus der ersten Verhandlungsrunde
ihre volle Wirkung entfalten, wird
es – aufgrund von Übergangsfristen und schrittweisen
Liberalisierungen – weitere sieben Jahre
dauern. Auch verschont der bilaterale Weg die Schweiz
nicht vor innenpolitisch heiklen Gegenforderungen, wie
etwa das Begehren der EU für eine
Harmonisierung der Zinsbesteuerung zeigt. Schliesslich
sind während des Ratifikationsverfahrens für
die ersten sieben Abkommen in einzelnen EU-Mitgliedstaaten
teilweise deutliche Vorbehalte gegen
das so genannte «Rosinenpicken» der Schweiz
laut geworden. Die Schweiz wird sich also früher
oder später für eine umfassende Regelung ihres
Verhältnisses mit der EU entscheiden müssen, wenn
sie nicht dauerhaft mit gewissen wirtschaftlichen und
politischen Benachteiligungen leben will.
Der EU-Beitritt bleibt unter diesen Umständen das
längerfristige Ziel der Europapolitik des Bundesrates.
(Stand: Juli 2003
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Die neuen Sektoren der
bilateralen Verhand-
lungen II:
Zinsbesteuerung
Polizeiliche und
justizielle
Zusammenarbeit
Betrugs-
bekämpfung
Die "Left-overs"
aus den bilateralen Ver-
handlungen I:
Umwelt
Statistik
Medien
Bildung und
Jugend
Ruhegehälter
Landwirtschafts-
produkte
Dienstleistungen
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