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Da die europäische Filmindustrie unter strukturellen Schwierigkeiten
leidet (80 % nichteuropäische Filme auf dem europäischen Kinofilmmarkt,
60 % auf dem europäischen Fernsehmarkt), hat die EU 1991 das Programm
MEDIA ins Leben gerufen. Dieses hat die Förderung der Entwicklung und des
Vertriebes gemeinschaftlicher Filmproduktionen zur Aufgabe.
Seit 2001 läuft bereits das dritte Programm, „MEDIA Plus“ und
„MEDIA Fortbildung“. Soweit Drittstaaten eine EU-kompatible
Gesetzgebung in diesem Bereich haben, steht ihnen das Programm ebenfalls
offen. Die Schweiz konnte sich nach der Ablehnung des EWR an dem Programm
jedoch nicht mehr beteiligen.
Interesse der EU
Insbesondere die Staaten, die mit der Schweiz gemeinsame Sprachen
haben, sind an einer Teilnahme der Schweiz an MEDIA interessiert. Somit könnte
die Angebotsbreite vergrößert werden.
Interesse der Schweiz
Die Schweiz hat ein Interesse daran, dass das schweizerische
Filmschaffen in Europa eine größere Rolle spielt. Die EU-Mitgliedstaaten
sind hier ohnehin ihre wichtigsten Partnerländer. Durch eine Teilnahme an
MEDIA würden Koproduktionen sowie Weiterbildungen im audiovisuellen
Bereich erleichtert.
Stand der Verhandlungen
Verhandelt wird über die Teilnahme der Schweiz an den Programmen MEDIA
Plus und MEDIA Fortbildung. Kern der Diskussionen sind die Vertretung der
Schweiz in den Programmausschüssen sowie die Höhe der finanziellen
Beteiligung. |
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Verhandlungen II
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